Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, einseitig bedruckt, Note: 1,0, Freie Universit t Berlin (Ethnologisches Institut), Veranstaltung: Religionsethnologie: ausgew hlte Probleme, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Die Arbeit war sp ter auch Grundlage einer ebenfalls sehr gut bewerteten Pr fung und umfasst viel allgemeing ltiges ber den Schamanismusbegriff, u.a. eine gr ndliche etymologische Betrachtung des Wortes Schamane und eine kritische Auseinadersetzung mit Eliade und anderen Schamanismus"experten" wie Harner oder Castaneda., Abstract: Mit den Begriffen Schamanismus und Schamane werden in der ethnologischen Fachliteratur weltweite religi se Ph nomene bezeichnet, obwohl die diesen Konzepten zugrunde liegenden ethnographischen Daten aus der Beobachtung religi ser Spezialisten und der Glaubens-vorstellungen nord- und zentralasiatischer Gruppierungen gewonnen wurden. In dieser Arbeit werden Ursprung, Begriffsgeschichte und gegenw rtige Verwendungen der Konzepte Schamanismus und Schamane untersucht, um daraufhin anhand Weltanschauung und religi ser Spezialisten zweier mesoamerikanischer Gruppierungen den Sinn dieser Begriffsverwendung in ethnologischer Arbeit besonders ber Mesoamerika zu reflektieren. Untersucht man in synchroner Perspektive die Verwendung beider Begriffe in der neueren Fachliteratur, so wird schnell deutlich, das Schamanismus und Schamane einerseits sehr h ufig zur Charakterisierung bestimmter Rollen und weltanschaulicher Elemente ethnographisch untersuchter Gesellschaften verwendet, andererseits aber durchaus unterschiedlich verstanden werden. Auch werden die beiden Konzepte nicht immer deckungsgleich verwendet; wie allgemein die Wortendung -ismus in der deutschen Sprache sowohl ideologische Systemen mit deduktiv erarbeiteten Grundpr missen ( Leninismus, Katholizismus ) wie auch musterhaft auftretende empirische Ph nomene ( Albinismus, Alkoholismus )