Examensarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Romanistik - Didaktik Spanisch, einseitig bedruckt, Note: 1,5, Staatl. Seminar f r Didaktik und Lehrerbildung (Gymn), T bingen, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. EinleitungKlassische Musik (Mozart) und arme Stra enkinder (miseria) scheinen auf den ersten Blick nicht miteinander vereinbar. Weniger noch in einem Land wie Venezuela, in dem es riesige Elendsviertel gibt und Gewalt und Korruption an der Tagesordnung sind. Im venezolanischen Alltagsleben spielt zudem das H ren und Erlernen klassischer Musik seit jeher eine untergeordnete Rolle und ist eher einer privilegierten und akademischen Oberschicht vorbehalten. Im t glichen Leben wird man vielmehr mit anderen Musikstilen konfrontiert. Im Bus h rt beispielsweise man je nach Geschmack und Alter des Busfahrers salsa, merengue oder den f r europ ische Ohren etwas kitschig klingenden Musikstil vallenato aus Kolumbien. Viele Jugendliche und Erwachsene in Venezuela und anderen s damerikanischen L ndern bevorzugen heutzutage den schnellen reggaet n, eine Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip-Hop und merengue. Der reggaet n ist heute so zum Ausdruck einer schnelllebigen Gesellschaft und verarmten Barriokultur geworden.1Im Zuge der bolivarianischen Revolution und Kubanisierung Venezuelas durch den sozialistischen Pr sidenten Hugo Ch vez verarmen heutzutage immer mehr Familien in diesem rohstoffreichen Land. Der wirtschaftliche und soziale Abw rtstrend des Landes Venezuela begann aber schon in den Jahrzehnten zuvor unter verschiedenen korrupten Regierungen. Um gegen die wachsende Armut anzuk mpfen und vor allem Kindern aus sozial schwachen Milieus eine Chance und Lebensperspektive zu bieten, gr ndete Dr. Jos Antonio Abreu (ein bekannter venezolanischer Komponist, Musiker und Wirtschaftswissenschaftler) im Jahre 1975 ein Jugendorchester, in dem vor allem rmere Kinder ein Instrument erlernen und Musikunterricht erteilt bekommen. Aubreu setzte sein Projekt auf politischer Ebene d