Einst sind der Vater und die Brüder gemeinsam fischen gegangen, das Rauschen des Wehrs hinter der Gaststätte in der Eifel, in der sie gelebt haben, hat die Kindheit der Brüder mit Ahnungen und Phantasien belebt. Aber der Vater, beim Angeln immer auf der Suche nach einem riesigen mythischen Urfisch, ist tot. Und der ältere Bruder Hermann ist dabei, den Verstand zu verlieren. Der jüngere Bruder ist zurückgekehrt an den Ort der Kindheit, um der Familie zu helfen, steht im Fluss, angelt und lässt das Leben des Bruders, sein eigenes, das der Familie Revue passieren.
Norbert Scheuer, 1951 geboren, studierte physikalische Technik und Philosophie. Neben seinen Gedichtbänden veröffentlichte er die Romane „Der Steinesammler“ (1999), „Flussabwärts“ (2002) und den Roman in Erzählungen „Kall, Eifel“ (2006). Norbert Scheuer erhielt zahlreiche Literaturpreise, zuletzt den Martha-Saalfeld-Förderpreis (2003), den 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wett...